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Caritashaushalt 2008 genehmigt

Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbands diskutiert Auswirkungen der Pfarreiengemeinschaften auf Caritasarbeit

Würzburg (POW) Der Haushalt 2008, die neue Mitglieds- und Beitragsordnung sowie die Auswirkungen der Pfarreigemeinschaften auf die Caritasarbeit standen im Mittelpunkt der Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbands im Würzburger Caritashaus.

Knapp 23,2 Millionen Euro beträgt der Haushaltsansatz des Verbands für 2008. Er liegt damit zirka 50.000 Euro unter dem des laufenden Jahres. 8,17 Millionen des Haushalts stammen aus Zuschüssen des Bischöflichen Ordinariats Würzburg, rund 1,4 Millionen Euro aus anderen Zuschüssen und Drittmitteln, 13,6 Millionen Euro sind betriebliche Erträge wie Pflegesatzleistungen, Umlagen und Vermietungen. Bei den Personalkosten – 2007 lagen sie bei 11,23 Millionen Euro – müsse man für 2008 mit zirka drei Prozent Steigerung rechnen, sagte Caritasdirektor Martin Pfriem. Für Tilgungen und Investitionen, die hautsächlich einige Altenheime und das Kinderdorf in Riedenberg betreffen, sind etwa 4,2 Millionen Euro vorgesehen. Die Versammlung genehmigte den Haushalt einstimmig.

Den Entwurf einer neuen Mitglieds- und Beitragsordnung hatten die Vertreter dem Vorstand im vergangenen Jahr als Hausaufgabe aufgegeben. Der Entwurf war in enger Anlehnung an die Mitgliedsordnung des Deutschen Caritasverbands ausgearbeitet worden. Die Vertreterversammlung gab ihn an die verschiedenen Gliederungen des Verbands zur Beratung weiter. Offen blieb die Frage, wie mit Einrichtungen umgegangen wird, die sich nicht – wie in der Mitgliedsordnung gefordert – dem kirchlichen Tarifwerk AVR anschließen. Hierzu wolle man erst die für Sommer 2008 geplante bundeseinheitlicher Neuregelung der AVR abwarten, sagte Caritasdirektor Pfriem.

Ausführlich nahmen sich die Vertreter Zeit, die Auswirkungen der Pfarreiengemeinschaften auf die Arbeit der Caritas zu diskutieren. Die Zusammenarbeit mit Caritaseinrichtungen werde dadurch eher komplizierter, war man sich einig. Die Erfahrung zeige, dass bei der Schaffung neuer Strukturen die Frage häufig nicht genügend beachtet werde, wer jetzt für Caritaseinrichtungen wie Kindergärten oder Sozialstationen zuständig und damit auch verantwortlich sei. In vielen Gemeinden fehle ein Ansprechpartner für die Caritas oder für karitative Belange. Das Bewusstsein der Einheit von der Kirche und ihrer Caritas könnte sowohl bei vielen Priestern und Vertretern der Pfarrgemeinden als auch bei Hauptamtlichen der Caritas gesteigert werden. Hierin liege eine Chance des laufenden Prozesses. Diese Chancen zu nutzen, sei Aufgabe und Anspruch für die kommenden Jahre.

Die Vertreterversammlung, höchstes Organ des Diözesan-Caritasverbands, repräsentiert fast 1400 korporative Mitglieder, darunter über 500 eigenständige Rechtsträger mit fast 1000 sozialen Einrichtungen und über 13.000 Beschäftigten in Unterfranken. Zu den 69 stimmberechtigten Mitgliedern zählen unter anderen Vertreter der neun Orts- und Kreisverbände, von 14 karitativen Ordensgemeinschaften, der fünf Fachverbände wie Malteser und Sozialdienst Katholischer Frauen sowie der großen Einrichtungsträger.

(4807/1626; E-Mail voraus)

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